Da Schnaps alleine nicht den Durst
löscht,
soll passend zur Historie als Brennerei
eine historische Brauerei-Ausstattung installiert werden.
Nach einem Tipp von Herrn Braumeister Georg
Lechner,
Inhaber des Georg Lechner Biermuseums
in Oelde,
durch die freundliche Unterstützung und Fürsprache von Herrn Dr. Tappe,
Kurator des Brauerei-Museums
in Dortmund,
und durch Wolfgang E. Weick,
Leiter der städtischen
Museen der Stadt Dortmund
können wir nun eine historische Brauereianlage erhalten!
Diesen Personen gebührt daher unser großer Dank!
Es handelt
sich um ein 1-stufiges Sudwerk (nur ein Gefäß beheizbar).
Baujahr etwa 1910. Die Sudpfanne mit Kupferhaube hat ein Volumen von
22,5 hl = 2.250 Liter, und wurde mit Holz befeuert.
Wolfgang
Becker, der maßgeblich die Installation vorantreibt,
(auch hier großer Dank vom Verein!)
beabsichtigt die Feuerung auf gas umzubauen.
Dadurch können in der Höhe 1m gepsart werden.
In der
Sudpfanne werden Bierwürze und Hopfen zusammen gekocht.
Der Maisch-
oder Läuterbottich hat ein Volumen von 21,5 hl
gefertigt aus Stahlblech mit Buchenholzmantel.
Der innenleigende Senkboden besteht aus Phosphorbronze.
Mittels des
Senkbodens wird die flüssige Bierwürze von den Trebern getrennt.
Das heißt dann "Läutern" und funktioniert wie beim Kaffeefilter.
Die Brühe (="Würze") läuft durch den aufgestauchten Treberkuchen
und wird dadurch gefiltert (="geläutert").
Beide
Gefäße verfügen über Rührwerke,
welche von einem Elektromotor
über die darüberliegende Transmission angetrieben werden.
Die
nachfolgende Hauptgärung soll in der bereits vorhandenen,
kupfernen Sudpfanne als Offengärung erfolgen.
Im
Anschluss kommt das Jung-Bier zur Nachgärung unter Kolonnenspundung
in KEG-Fässer oder Flaschen.
Alle
Geräte, einschließlich der Transmission,
sind voll funktionsfähig und werden nach der Reparatur von Kleinigkeiten,
wieder zum Herstellen von Bierwürze benutzt,
müssen aber noch in Dortmund ab- und hier in Rönsahl wieder aufgebaut werden.

Inzwischen ist der komplette Aufbau der
Brauerei in den Räumen der
Historischen Brennerei Rönsahl erfolgt!
Seit April/Mai 2011 wird hier das beliebte Rönsahler
Landbier gebraut,
welches weit und breit großen Anklang
findet.
Kontaktadresse: Rönsahler Brauerei GmbH
Geschäftsführer Wolfgang Becker
Telefon dienstlich: 02269/ 92 87 – 0
Telefon privat: 02269/ 7837
Der Verein ‚Historische Brennerei Rönsahl e.V.’
lädt an jedem ersten Freitag im Monat ab
19.00 Uhr
zu einem stets gut besuchten Stammtisch in
den Braukeller ein.